AH Südbeck News
Das Beste kommt zum Schluss
Der Golf VI jetzt bei uns mit 5 Jahren Garantie.Nightwash
(Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 05.09.11)
Vom Grauen der Midlife-Crisis
Kultursommer bietet Stand-Up-Comedy vom Feinsten
Cloppenburg - Mit Stand-Up-Comedy vom Feinsten unterhielten am Samstagabend Johannes Flöck, David Werker und Volker Diefes die 210 Gäste im Autohaus Südbeck. Der Cloppenburger Kultursommer machte es möglich, dass die Kult-Comedy-Show kurzerhand aus dem Kölner Waschsalon in das ausverkaufte Autohaus verlegt wurde, wo die Gäste bei hochsommerlichen Temperaturen einen hoch amüsanten Comedy-Abend erlebten.
Trotz des ungewöhnlichen Umfeldes sprang der Funke sofort auf das Publikum über, als Klaus-Jürgen "Knacki" Deuser im eleganten Anzug charmant und lässig, aber durchaus scharfzüngig, das Programm eröffnete. Cloppenburg sei schon eine merkwürdige Stadt, erklärte der Kölner - bekannt für Schweine und Topmodels.
Johannes Flöck, Kabarettist aus Koblenz mit Wahlheimat Köln und bereits leicht ergrauten Haaren beschäftigte sich eingehend mit seiner eigenen Midlife-Crisis, denn "ab 40 gehen Happy und Birthday getrennte Wege". Im atemberaubenden Tempo raste der sprachgewaltige Komiker mit seinem kleinen Sprachfehler durch sein Programm. Er nahm die begeisterten Zuschauer mit zu seinem ersten Kosmetikstudio-Besuch und schilderte gestenreich "das Grauen des Augenbrauenzupfens". Mit großartiger Mimik und einem verschmitztem Lächeln im Gesicht hechtete der Wortakrobat Flöck ohne Punkt und Komma durch seine Alltagserlebnisse, gab den Zuhörern Nachhilfe in der Jugendsprache und musste nach dem Besuch eines Hip-Hop-Konzertes ernüchtert feststellen: "Das Leben ist kein Ponyhof."
David Werker, der Germanistikstudent mit dem Lebensmotto "der späte Wurm überlebt den Vogel", lässt sich hingegen durch nichts aus der Ruhe bringen und studiert "nicht auf Magister, sondern auf gut Glück". Mit seinem trockenen Humor berichtete er vom schweren Leben eines Studenten, der das Pech hat, dass seine Eltern noch immer bei ihm wohnen. Und auch seinen Ausflug in die harte Arbeitswelt bringt er nach einem Tag auf dem Bau mit einem blauen Auge sowie einem satten Schmerzensgeld erfolgreich hinter sich.
Mit Volker Diefes tobte der dritte Comedian unter dem Applaus der Zuschauer an diesem Abend über die Bühne. Zum Schluss riss er sich die Klamotten vom Leib und präsentierte stolz seine "echte Paulaner Plauze". Männer mit Six-Pack seien nur eine Erfindung Hollywoods erklärte er den überraschten Zuschauerinnen in der ersten Reihe. In seinem Programm "gegen Abnehmwahn und Diätenerhöhung" geht der Kabarettist den sinnlosen Fragen des Alltags nach wie "sind Möven eigentlich gepimpte Tauben", oder was wird aus einer 19-Jährigen, die eine Anti-Faltencreme benutzt, die 20 Jahre jünger macht Nichts?
Nach einer mitreißenden Show und einer gemeinsamen Zugabe werden die drei Stand-Up-Comedian und ihr Moderator "Knacki" Deuser mit tosendem Beifall verabschiedet. Bei der Autogramm-Stunde konnten sich die Fans noch persönlich bei ihrem Liebling des Abends verabschieden.

Es war drückend warm in Südbecks Verkaufshalle. Das Publikum ging trotzdem ordentlich mit.
(Quelle: Nordwest-Zeitung / Carsten Mensing 05.09.2011)
Autohaus wird zum Waschsalon
Comedy: 210 "Night-Wash" -Fans sorgen für ausverkauftes Haus bei VW Südbeck
Cloppenburg - Es ist drückend warm an diesem Samstagabend in der Verkaufshalle von VW Südbeck: Kein Wunde, hat doch die Sonne den ganzen Tag das Flachdach gnadenlos bearbeitet. ?Night-Wash?-Erfinder und Moderator Klaus-Jürgen "Knacki" Deuser nimmt es tapfer in seinem schwarzen Anzug schwitzend mit Humor. "Das ist der erste schöne Tag seit langem, und wir spielen mal nicht Open-Air."
Lokalkolorit geht immer
Schon mit der ersten Anmoderation hat Deuser die mit 210 Besuchern ausverkaufte Veranstaltung des Cloppenburger Kultursommers hinter sich gebracht ? ein wenig Lokalkolorit geht immer: "Cloppenburg, das ist doch noch Deutschland. Ihr seid doch bekannt für Schweine und Topmodels."
Als erster Gast-Comedian betritt Johannes Flöck die Bühne - ein leicht lispelnder Kölner, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Christoph Waltz nicht abzusprechen ist. Flöck philosophiert über Männer, die die 40 überschritten haben und jetzt von ihren Frauen zur Kosmetikerin geschickt werden. Ab 40 gehen Happy und Birthday getrennte Wege.?
Von der 40 noch weit entfernt ist der dritte Künstler David Werker, der 26-Jährige gefällt sich in der Rolle des ewigen Studenten. "Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn du es einfrierst", lautet eine seiner Lebensweisheiten. Es folgen ein paar nette Witze in ähnlichem Stil die Leute lachen, aber irgendwie denkt man: "Das habe ich doch schon mal gehört".
Multmedia-Welt im Blick
Zwischen Flöck und Werker hält Volker Diefes dem Menschen in der modernen multimedialen Gesellschaft auf eine witzige, aber durchaus ernste Weise den Spiegel vor: "Wir trennen unseren Müll, können bei Nachrichten aber nicht mehr unterscheiden, was Müll ist und was nicht."
Nach der Pause traten die drei in ungekehrter Reihenfolge auf. Das Publikum ließ sie nicht ohne Zugabe gehen - Comedy im Schleudergang hat ihnen offenbar gefallen.














